PRESSEMITTEILUNG
Protest vor Rheinmetall-Zentrale in Düsseldorf: „Profite stoppen. Zukunft umbauen.“
Düsseldorf, 12. Mai 2026 – Am heutigen Dienstag, dem 12. Mai 2026, protestierten Aktivistinnen und Aktivisten vor der Zentrale von Rheinmetall in Düsseldorf gegen die Hauptversammlung des Rüstungskonzerns und gegen Profite durch Krieg und Aufrüstung. Unter dem Motto „Rheinmetall entrüsten. Profite stoppen. Zukunft umbauen.“ versammelten sich die Teilnehmenden um 11:55 Uhr am Rheinmetall-Platz, um ein deutliches Zeichen gegen die Militarisierung der Gesellschaft und die Ausweitung der Rüstungsproduktion zu setzen.
Die Protestierenden kritisierten insbesondere die massiven Gewinne, die Rheinmetall infolge der weltweiten Aufrüstung und des sogenannten Sondervermögens der Bundesregierung erzielt. Seit Beginn der großflächigen russischen Invasion der Ukraine ist der Aktienkurs des Unternehmens um mehr als 1.500 Prozent gestiegen. Für die Demonstrierenden zeigt diese Entwicklung, wie eng wirtschaftliche Interessen und militärische Eskalation miteinander verknüpft sind.
Kritisiert wurde außerdem die strategische Ausrichtung des Konzerns: Während die zivile Sparte verkauft werden soll, wird die militärische Produktion weiter ausgebaut. Die Protestierenden sehen darin eine bewusste Entscheidung gegen eine sozial und ökologisch notwendige Konversion hin zu ziviler Produktion.
Die Demonstrierenden forderten:
- den Stopp aller Rüstungsexporte von Rheinmetall,
- ein Ende der Profite mit Krieg und Aufrüstung,
- den Erhalt und Umbau der Produktionsstandorte hin zu einer rein zivilen Produktion.
„Eine friedliche und nachhaltige Zukunft braucht Investitionen in soziale Sicherheit, Klimaschutz und zivile Industrie – nicht in Waffenproduktion und militärische Expansion“, erklär Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative.
Die Protestaktion verlief laut Angaben der Beteiligten entschlossen und lautstark. Mit Transparenten, Redebeiträgen und kreativen Aktionen machten die Teilnehmenden auf die Verantwortung von Rheinmetall für globale Konflikte aufmerksam und warben für eine gesellschaftliche Debatte über Konversion und Abrüstung.
Die Aktion wurde organisiert und durchgeführt vom Bundesverband und Landesverband Nordrhein-Westfalen der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, vom Netzwerk Friedenskooperative, von Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel und lokalen Gliederungen von Pax Christi.





