Infostand der DFG-VK-HL-OH am Rathaus in Lübeck/Höhe Fleischhauerstraße am 11.09.25 ab 15:30
Neues Kriegsministerium in Washington = NATO ist ein Kriegsbündnis
Red Storm Bravo stoppen ! 27.09.25/ 13 Uhr Hühnerposten Hamburg Nähe Hauptbahnhof

Text von der Seite www.kein-nato-hafen.de
Red Storm Bravo
Kriegsübungen für die NATO im Hamburger Hafen?
Hamburg und der Hamburger Hafen spielen eine wichtige Rolle in den Kriegsplänen der NATO. Bereits im Jahr 2024 fand mit „Red Storm Alpha“ eine Übung im Hamburger Hafen statt, mit der dafür geprobt wurde, im NATO-Bündnisfall große Mengen Waffen für die Ostfront über den Hamburger Hafen zu transportieren (vgl. https://www.youtube.com/watch?v=Bvrj4hNnkCU).
Für das Jahr 2025 ist die Kriegsübung „Red Storm Bravo“ vom 25. bis 29. September in der Hamburger Innenstadt angekündigt. Dabei soll drei Tage lang geübt werden, NATO-Truppen über den Hamburger Hafen an die sogenannte „Ostflanke“ der NATO zu verlegen. (vgl. bundeswehr.de)
Das Szenario geht von einem Krieg mit Russland aus. Es soll geübt werden, wie vom NATO-Drehkreuz Hamburger Hafen unter Kriegsbedingungen, begleitet von Sabotageakten und zivilem Widerstand, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Gerät und Personal „Richtung Ostfront“ durchgeleitet werden kann.
Das Manöver findet zu einem Zeitpunkt statt, zu dem die Bundesregierung gezielt auf die Erzeugung von Angst vor einem militärischen Überfall Russlands hinarbeitet. Damit will sie die Akzeptanz ihrer Aufrüstungspläne in der Bevölkerung erhöhen. Die Hamburger sollen sich daher für mehrere Tage auf Kriegsspiele mitten in der Stadt und damit einhergehende Belastungen einstellen.
Geübt werden soll auch die zivil-militärische Zusammenarbeit mit Behörden, Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Krankenhäusern. Geplant sind bei den Truppenverlegungen durch Hamburg Übungen medizinischer Notfallversorgung, der Evakuierung von Verletzten und der Reaktion auf eine inszenierte Demonstration.
Viele Politiker und Meinungsmacher behaupten, Russland werde in einigen Jahren Länder der EU überfallen. Deshalb sei eine umfassende Aufrüstung notwendig. Zudem müsse die deutsche Gesellschaft kriegstüchtig werden. So sollen Schulen und Universitäten, öffentliche Einrichtungen und Behörden, Krankenhäuser und der Katastrophenschutz ebenso routinemäßig Krieg trainieren wie die Bundeswehr.
Die russische Regierung weist die Behauptung, man hege den Plan, Länder an der russischen Westgrenze zu überfallen, energisch zurück. In Folge der Aufrüstungspläne in EU und NATO mehren sich in Russland Stimmen, die darin die Vorbereitung für einen Überfall auf Russland sehen. So besteht die Gefahr einer Aufrüstungsspirale und einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung. Das gilt vor allem dann, wenn die Länder Westeuropas der Diplomatie weiter eine Absage erteilen und auf vertrauensbildende Maßnahmen verzichten.
Die NATO als Friedensengel?
Das Militärbündnis NATO ist nicht der Friedensengel, als der es sich heute und in der Vergangenheit gerne darstellt. Der völkerrechtswidrige Angriff auf Afghanistan 2001 und der darauf folgende 20-jährige Krieg, bei dem zehntausende Menschen getötet oder verletzt und traumatisiert wurden und der völkerrechtswidrige Überfall auf Libyen und der Regime-Change im Jahr 2011 illustrieren den Charakter dieses Militärbündnisses.
Anlässlich der Bombardierung und Zerstörung Jugoslawiens durch die NATO schrieb der Politikwissenschaftler Peter Gowan 1999: „Wir müssen uns zwei bedauerliche Tatsachen vor Augen halten: Erstens waren und sind die NATO-Staaten wild entschlossen, die Ungleichheiten in Bezug auf Macht und Reichtum in der Welt zu verschärfen, alle Herausforderungen, die sich ihrer überwältigenden militärischen und wirtschaftlichen Macht in den Weg stellen, zu zerstören und fast alle anderen Überlegungen diesen Zielen unterzuordnen; und zweitens fällt es den NATO-Staaten außerordentlich leicht, ihre Wähler im eigenen Land zu manipulieren und ihnen vorzugaukeln, dass diese Staaten die Weltbevölkerung tatsächlich in eine gerechtere und menschlichere Zukunft führen, während sie in Wirklichkeit nichts dergleichen tun.“ (zit. nach Tricontinental Dossier No. 89, S. 5)
Auf Druck des aktuellen US-Präsidenten wurde auf einem Gipfeltreffen dieses Bündnisses im Juni 2025 das Ziel beschlossen, dass jährlich 5 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Mitgliedsländer für Aufrüstung und Kriegsvorbereitung ausgegeben werden sollen. Im vorigen Jahr hätte dies in Deutschland Militärausgaben von 215 Mrd. Euro (statt rund 90 Mrd. Euro) und damit fast die Hälfte des gesamten Bundeshaushaltes bedeutet!
Wir machen da nicht mit! Wir sagen nein! Butter statt Kanonen! Diplomatie statt Krieg!
Verweigert alle Kriegsdienste !

1.09.2025 Antikriegstag/ Weltfriedenstag: Die Lehre des letzten großen Krieges: Nie wieder Faschismus- Nie wieder Krieg !

Sag nein !
„Du. Dichter in deiner Stube. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Liebeslieder, du sollst
Haßlieder singen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Arzt am Krankenbett. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst die Männer kriegstauglich
schreiben, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Kapitän auf dem Dampfer. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keinen Weizen mehr fahren –
sondern Kanonen und Panzer, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Mann auf dem Bahnhof. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst das Signal zur Abfahrt geben für
den Munitionszug und für den Truppentransport, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Mann auf dem Dorf und Mann in der Stadt. Wenn sie morgen kommen und dir den
Gestellungsbefehl bringen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Du. Mutter in der Normandie und Mutter in der Ukraine, du, Mutter in Frisko und London, du, am
Hoangho und am Mississippi, du, Mutter in Neapel und Hamburg und Kairo und Oslo – Mütter in
allen Erdteilen, Mütter in der Welt, wenn sie morgen befehlen, ihr sollt Kinder gebären,
Krankenschwestern für Kriegslazarette und neue Soldaten für neue Schlachten, Mütter in der Welt,
dann gibt es nur eins:
Sagt NEIN! Mütter, sagt NEIN!“
„Dann gibt es nur eins“, Wolfgang Borchert, 1947
Hamburg pfeift auf’s Militär, NEIN zur NATO-Übung – JA zur zivilen
Entfaltung des Lebens!
Vom 25.-29. September soll zum zweiten Mal eine NATO-Großübung, dieses Mal unter dem
Codenamen „Red Storm Bravo“ durchgeführt werden – mitten in Hamburg. Wie beim G20-Gipfel in
Hamburg 2017 soll dafür die internationale Welthandels- und Hafenstadt über mehrere Tage für die
geopolitischen Hirngespinste der Herrschenden in Besitz genommen werden. Dazu gehören
Truppentransporte und die Verlegung von schwerstem Kriegsgerät vom Flughafen zum Hafen und
von dort an die NATO-Ostflanke, inklusive Militärkolonnen durch die Stadt mit (nächtlicher)
Hubschrauber-Eskorte. In Schulen wird der Gehorsam bei Luftschutzübungen trainiert.
Krankenhäuser sollen ihre Funktionsfähigkeit als erweiterte Feldlazarette unter Beweis stellen.
Arbeitsämter sollen proben, ausfallende Arbeitskräfte für „lebens- und verteidigungsrelevante“
Konzerne zu ersetzen und Bezirksämter zur Unterstützung der Militärlogistik herangezogen werden.
Zweck des Ganzen ist es, auszuloten, inwieweit die Bevölkerung einen NATO-geführten Krieg gegen
Russland (beides Atommächte) mitzumachen bereit ist. Unter dem abstrusen, zum vierten Mal in der
deutschen Geschichte bemühten, Vorwand einer bevorstehenden „Invasion aus dem Osten“ wird ein
solcher Weltkrieg selber vorbereitet und eine beispiellose Spirale der Militarisierung in Gang gesetzt,
die die eigentlich dringend gebotene zivile, solidarische, aufgeklärt-demokratische und
allgemeinwohlorientierte Entwicklung aller gesellschaftlichen Bereiche mit Stiefeln tritt. Die gesamte
(Stadt-)Öffentlichkeit soll an den Kriegszustand gewöhnt und damit schrittweise die Zustimmung
zum Unzustimmbaren hergestellt werden. Auf diese Weise ist die Übung selbst Teil der
konfrontativen Eskalation des Konflikts. Für den „Ernstfall“ sieht der „Operationsplan Deutschland“
eine umfassende Aushebelung der Grundrechte vor, die einer Generalmobilmachung gleichkommt.
Daher ist völlig klar: Ohne die militärische Indienstnahme der Zivilbevölkerung ist der Krieg nicht
führbar!
Jedes NEIN zu diesen Plänen hat daher unmittelbar friedensstiftende Bedeutung! Es ist ein
entschiedenes JA zur Verwirklichung einer zivilen, globalen Entwicklungsperspektive, wie sie in der
UN-Charta, im Völkerrecht, im deutschen Grundgesetz und der Hamburgischen Verfassung als
Schlussfolgerungen aus Faschismus und Weltkrieg gefasst sind: Es ist an der Zeit, dass die Völker
weltweit die Geschichte in ihre Hand nehmen und alle Anstrengungen darauf richten, „künftige
Geschlechter vor der Geißel des Krieges zu bewahren“ und „den sozialen Fortschritt und einen
besseren Lebensstandard in größerer Freiheit zu fördern“ (UN-Charta). Dazu gehört das unbedingte
Gebot von ziviler Konfliktlösung, Diplomatie, (nuklearer) Abrüstung und kooperativer Verständigung
in den internationalen Beziehungen.
Dazu gehört die globale Verwirklichung der unteilbaren Menschenrechte und die menschenwürdige
Gestaltung aller gesellschaftlichen Lebensbereiche. Das bedeutet: JA zu einem Hafen, der zivil und in
öffentlicher Hand zur Mehrung des gesellschaftlichen Reichtums weltweit, zu kooperativen
Wirtschaftsbeziehungen und internationaler Völkerverständigung beiträgt. Das bedeutet: JA zu
Schulen, in denen freudvoll und solidarisch gelernt wird, als mündige Persönlichkeiten die
Gesellschaft egalitär und menschenfreundlich zu gestalten. Das bedeutet: JA zu Krankenhäusern, in
denen die allseitige Gesundung des Menschen oberste Zwecksetzung ist. Das bedeutet: JA zu Kunst
und Kultur, die kritisches Denken befördern und zur emanzipatorischen Entfaltung Aller beitragen.
Das bedeutet: JA zu öffentlichen Ämtern und Einrichtungen, die für einen hohen sozialen und
kulturellen Lebensstandard eine:s Jede:n wirken.
Mit den Worten Gustav Heinemanns in seiner Antrittsrede als Bundespräsident am 01. Juli 1969:
„Nicht der Krieg ist der Ernstfall, in dem der Mann sich zu bewähren habe, wie meine Generation in
der kaiserlichen Zeit auf den Schulbänken lernte, sondern der Frieden ist der Ernstfall, in dem wir
alle uns zu bewähren haben.“
Aus der Geschichte ist fundamental zu lernen: Das kluge, beherzte Engagement der Vielen für die
weltweite Verwirklichung von Frieden, sozialer Gleichheit und internationaler Solidarität ist das
Gebot der Stunde. Hamburg – im Geiste Wolfgang Borcherts: das Tor zu einer besseren Welt!
Also hinaus auf die Straße am 27. September 2025 um … zur Friedensdemonstration …
Wir wirken für:
- Ein Ende aller Militärmanöver und NATO-Übungen
- Diplomatische Offensiven zur Beendigung aller kriegerischen Auseinandersetzungen
weltweit unter konsequenter Verwirklichung des Völkerrechts - Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag der UN und Wiederherstellung aller von den USA
einseitig aufgekündigter Abrüstungsverträge (INF, …) - Stopp aller Rüstungsexporte und Konversion aller Rüstungsproduktion in gesellschaftlich
sinnvolle Arbeit - Auflösung der NATO und Reaktivierung einer kollektiven, europäischen Sicherheitsstruktur
im Format der 1973 ins Leben gerufenen Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in
Europa (KSZE) - Bundeswehr raus aus Schulen und Hochschulen! Zivilklausel ins Hochschulgesetz statt neuer
Wehrpflicht und Strammstehen für das Vaterland - Asyl für alle Kriegsdienstverweigerer und Deserteure
- Wiederaufbau aller internationalen Städtepartnerschaften, zum Beispiel mit St. Petersburg
- Abrüstung statt Aufrüstung! Schluss mit der Kriegsvorbereitung! Stattdessen Milliarden für
Bildung und Kultur, Gesundheit und Arbeit, Wohnen und zivile Infrastruktur sowie
tatsächliche Entwicklungshilfe – den Hafen zurück in öffentliche Hand!
Kein Geld für Krieg !
Wir alle zahlen für Aufrüstung & Kriege.
Muss das sein ?
Das Netzwerk Friedenssteuer
hat Alternativen entwickelt,
die von Filmemacher Nils-Holger Schomann aufgezeigt werden.
